Die Mähfrequenz entscheidet, ob Ihr Rasen dicht und grün bleibt oder ausdünnt.

Den Rasen mähen Sie in der Hauptwachstumsphase (April bis Oktober) alle 7 bis 14 Tage — im Frühjahr und Herbst eher wöchentlich, im Hochsommer alle zwei Wochen, sofern kein Regen fällt. Die genaue Häufigkeit hängt von drei Faktoren ab: Wachstumsgeschwindigkeit, Schnitthöhe und der sogenannten Drittel-Regel. Wer die Drittel-Regel einhält, entfernt nie mehr als ein Drittel der aktuellen Halmhöhe auf einmal und schützt den Rasen vor Stress.
Die Drittel-Regel ist das wichtigste Prinzip beim Rasenmähen. Kürzen Sie niemals mehr als ein Drittel der aktuellen Grashöhe ab. Hat Ihr Rasen eine Höhe von 9 cm erreicht, schneiden Sie auf 6 cm — das entspricht einem Drittel Abtrag.
Wer zu stark kürzt, schwächt das Wurzelsystem. Der Rasen reagiert mit Gelbfärbung, erhöhter Trockenstress-Anfälligkeit und Lücken, in die Moos oder Unkraut einwandert. Wer die Regel konsequent befolgt, mäht häufiger, aber schonender.
Mähen Sie den Rasen im März erst, wenn er auf etwa 8 cm gewachsen ist. Der erste Schnitt entfernt abgestorbene Halme und regt das Wachstum an. Schnitthöhe: 5 – 6 cm, nicht tiefer. Gefrorener Boden ist tabu — Mähen auf gefrorenem Untergrund beschädigt die Grasnarbe dauerhaft.
Das Gras wächst in dieser Phase bis zu 4 cm pro Woche. Wöchentliches Mähen ist der Standard. Bei anhaltend feuchtem Wetter kann zweimal pro Woche sinnvoll sein, um die Drittel-Regel einzuhalten.
Bei Trockenheit stellt Rasen das Wachstum weitgehend ein. Mähen Sie nur, wenn das Gras tatsächlich gewachsen ist — alle zwei Wochen oder seltener. Die Schnitthöhe erhöhen Sie auf 5 – 7 cm: Längere Halme beschatten den Boden und reduzieren Wasserverdunstung. Mähen Sie nie bei praller Sonne, sondern in den Abendstunden.
Die Temperaturen sinken, der Rasen wächst wieder gleichmäßig. Wöchentliches Mähen bis Ende Oktober ist ratsam. Der letzte Schnitt der Saison sollte die Länge auf 4 – 5 cm bringen — nicht kürzer, damit der Rasen gut in den Winter geht.
Mähen fällt in diesem Zeitraum aus. Bei ungewöhnlich mildem Wetter und sichtbarem Wachstum können Sie einmalig schneiden, wenn kein Frost mehr prognostiziert ist. Schnitthöhe dann mindestens 5 cm.
Die Angaben oben gelten als Orientierung. Ihr konkreter Rasen weicht davon ab, wenn folgende Faktoren zutreffen:
Ein guter Test: Messen Sie das Gras einmal pro Woche. Sobald es ein Drittel über der Ziel-Schnitthöhe liegt, ist es Zeit. Dieser Rhythmus ergibt sich bei den meisten Gebrauchsrasen automatisch auf wöchentlich bis 14-tägig.
Bei sommerlicher Hitze und Trockenheit reicht ein Schnitt alle zwei Wochen — oder seltener, wenn das Gras kaum wächst. Erhöhen Sie die Schnitthöhe auf 5 bis 7 cm, damit der Boden besser beschattet wird. Mähen Sie in den Abendstunden, nicht mittags. Sobald wieder regelmäßiger Regen fällt, kehren Sie zum Wochenrhythmus zurück.
Zu seltenes Mähen zwingt Sie später dazu, zu viel auf einmal abzuschneiden. Das verstößt gegen die Drittel-Regel und stresst das Gras erheblich: Die Halme vergilben, das Wurzelsystem schwächt sich ab, und lückige Stellen entstehen, in die Unkraut und Moos einwachsen. Ein regelmäßiger, schonender Schnitt schützt die Grasnarbe besser als ein gelegentlicher tiefer Rückschnitt.
Den ersten Schnitt des Jahres machen Sie, sobald das Gras auf etwa 7 bis 8 cm gewachsen ist und kein Frost mehr zu erwarten ist — in der Regel ab Mitte März bis Anfang April. Mähen Sie nie auf gefrorenem oder sehr feuchtem Boden. Der erste Schnitt fällt etwas höher aus als üblich, etwa 5 bis 6 cm, um das neue Wachstum behutsam anzuregen.
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